(18.11.2020) Der Industrieverband Büro und Arbeitswelt e.V. (IBA) hat die vierte Vertiefungsstudie der vielbeachteten Reihe „New Work Order“ veröffentlicht. Sie ist – ebenso wie drei weitere seit 2012 veröffentlichte Studien – online auf der Webseite des IBA verfügbar. Ausgangsidee der „New Work Order“-Studien im Auftrag des IBA ist die Erkenntnis, dass der aktuelle Strukturwandel von der Industrie- in die Netzwerkökonomie auf Unternehmensseite eine Neuordnung der gesamten Organisation erfordert.

Ein Fokus der Forschung von Trendexpertin Birgit Gebhardt sind neue Modelle des vernetzten Arbeitens, Quelle: IBAZukünftiger Beitrag des Menschen
Vor diesem Hintergrund setzt sich Trendforscherin Birgit Gebhardt auch in der vierten Studie „Human Factor@Work“ mit einer zunehmend vernetzten Arbeitswelt auseinander, richtet den Fokus aber vor allem auf den Menschen. „Bald werden smarte Umgebungen unsere Performance unterstützen. Solange wir aber nicht wissen, was die humane Intelligenz beeinflusst, stecken wir weiter in Maschinenstandards fest“, heißt es in der Einleitung. Doch im Zentrum zukünftiger Arbeitswelten steht – inmitten vermischter Realitäten, künstlicher Intelligenz und smarten Assistenzsystemen – weiterhin der Mensch. Doch was wird sein Beitrag in der vernetzten Arbeitswelt sein? Welche Kompetenzen werden nötig und wo liegt unser Vorsprung im Zusammenspiel mit Maschinen, Medien und im Miteinander?

Aktuelle Erkenntnisse namhafter Experten
Die Trendstudie beschreibt vor diesem Hintergrund den Wechsel von der industriellen Massen- zur vernetzten Individualgesellschaft. Dabei wird nicht nur der Einfluss neuer Technologien auf Lern- und Arbeitsweisen des Menschen analysiert, sondern es werden vor allem neue Strategien und Prozesse für die Ausschöpfung der vollen Potenziale eines künftigen Zusammenspiels von Mensch und Technik beschrieben. In dem neuen Studienband kommen hierzu namhafte Experten zu Wort, die unter anderem neue Erkenntnisse zu den sinnlichen Erfahrungen in der Arbeitswelt von heute, die Wirkung von Räumen auf die Entfaltung des menschlichen Potenzials, den Zusammenhang von Büro und Corporate Culture sowie neue, nutzerorientierte Qualitätsmaßstäbe für Bürogebäude zur Diskussion stellen.

Potenziale einer vernetzten Arbeitswelt
Zwischen digitalen Tools und der physischen Arbeitsumgebung gilt es, eine nutzerzentrierte User Experience im Büro abzubilden, so eine der Kernbotschaften. „Die Idee, in der Arbeitswelt nicht länger Prozesse zu organisieren, sondern Menschen zur Zusammenarbeit und zu gegenseitigem Lernen zu motivieren, soll auch dazu dienen, den Wert des Büros neu zu bestimmen“, so Birgit Gebhardt. Wenn Wissensarbeiter zukünftig überall arbeiten können, werde Designdekor dem Büro keinen Vorsprung mehr verschaffen. „Parallel zu den nutzerzentrierten digitalen Services wird auch vom Büro eine aktive Unterstützung in der eigenen Tätigkeit und Leistungsfähigkeit erwartet – so effektiv, dass sich mindestens der Zeitaufwand für den Weg ins Büro amortisiert“, so Birgit Gebhardt.

Die Studie steht hier zum Download zur Verfügung.

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