(30.06.2020) Die Management- und Technologieberatung BearingPoint zeigt in sechs Thesen, wie sich die Meinungen zum Alltagsleben durch COVID-19 wandeln: von der Entdeckung des Homeoffice bis hin zur Liebe für den Individualverkehr.

Iris Grewe, Regionalleiterin Deutschland, Schweiz und Österreich, Quelle: BearingPointArbeitswelt: Präsenzpflicht war gestern. Remote arbeiten wird zum neuen Standard in Büros.
Iris Grewe (Bild), BearingPoint Deutschlandchefin: „Die physische Präsenz bei der Büroarbeit wurde in vielen Bereichen schon lange überschätzt. Die COVID-19-Situation zeigt, dass Homeoffice bzw. virtuelle Besprechungen funktionieren und den Arbeitsergebnissen als auch der Zusammenarbeit keinen Abbruch tun. Sogar die Bundeskanzlerin hat während der Quarantäne von zuhause aus regiert. Der Anteil des virtuellen Arbeitens ist massiv gestiegen und wird häufig zum neuen Standard werden. Die Büronutzung erfolgt dann eher zielgerichtet und vor allem situationsspezifisch.“

Verkehr: Individualität siegt. Der Individualverkehr profitiert von Corona auf Kosten des ÖPNV.
Dr. Stefan Penthin, Globaler Leiter Automotive bei BearingPoint: „Insbesondere das Auto feiert sein Comeback. Der ÖPNV verliert dagegen stark an Bedeutung. Immer mehr Menschen steigen aus Angst vor Ansteckung im Öffentlichen Nahverkehr wieder auf das eigene Fahrzeug um. COVID-19 wird daher den Durchbruch für E-Autos bringen. Nicht zuletzt auch durch die umfassenden Förderungsmaßnahmen der E-Mobilität, wie sie das Konjunkturpaket der Bundesregierung vorsieht. Wie werden damit eine ganz neue Bedeutung von Verkehrswende erleben.“

Bildung: Hybrides Lernen wird zum neuen Standard. Die Bildungsorganisation aus dem 19. und 20. Jahrhundert wird abgelöst.
Jon Abele, Leiter Public Services bei BearingPoint: „Die COVID-19-Krise hat gnadenlos die Schwachstellen im Bereich Digitale Schule offengelegt. Zu lange wurde es versäumt, unsere Schulen in die digitale Welt zu überführen, jetzt sehen wir die Nachteile. Die Krise wird aber nun zum Treiber: Der Staat wird in der Krise alle Schulen umfassend digitalisieren und das hybride Lernen zum neuen Standard. Jedes Kind wird Zugang zu digitalen Lerninhalten seiner Schule haben und das virtuelle Klassenzimmer seinen festen Platz im Schulalltag einnehmen.“

Sharing Economy: Teilen ist out. Privateigentum und Privatsphäre sind wieder auf dem Vormarsch.
Matthias Loebich, Globaler Leiter Markets bei BearingPoint: „COVID-19 und Sharing passen nicht zusammen. Die Menschen haben schlicht Angst vor Ansteckung. Zudem lernen sie gerade in der Pandemie wieder Privateigentum, Privatsphäre und Hygiene schätzen. Das hat Auswirkungen auf alle Bereiche der Sharing Economy, von AirBnB über Car Sharing bis hin zum Markt für Gebrauchtartikel. Die Sharing-Economy wird daher wahrscheinlich eine Nische für eine kleine Großstadtklientel bleiben.“

Geld: Blüten sind Geschichte. Kontaktloses Zahlen löst das Bargeld ab.
Thomas Steiner, Globaler Leiter Banking & Capital Markets bei BearingPoint: „Die Deutschen liebten ihr Bargeld. Bis COVID-19 kam. Jetzt haben sie erkannt, dass es auch rein elektronisch geht und die Liebe zum Bargeld Grenzen hat. Nach COVID-19 wird das kontaktlose Zahlen dann überall der Standard sein.“

Nachhaltigkeit: Comeback der Ökosünder? Im Gegenteil – Die Corona-Krise beschleunigt Nachhaltigkeit.
Kay Manke, Globaler Leiter Operations bei BearingPoint: „Bereits im Weihnachtsgeschäft 2019 zeichnete sich ein zunehmender Trend zu „Responsible Retail“ ab – also der Berücksichtigung von Ökologie und sozialer Verantwortung bei der Kaufentscheidung. Schlägt nun Corona die Nachhaltigkeit? Gibt es ein Comeback von Plastikverpackungen, Billigfleisch & Co.? Mitnichten – das Thema Nachhaltigkeit wird durch die Corona-Pandemie beschleunigt, weiter an Bedeutung gewinnen und das Kaufverhalten der Konsumenten langfristig zu einer Ära des nachhaltigeren Konsums führen.“

www.bearingpoint.com

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Klicken Sie auf OK, wenn Sie mit dem Einsatz von Cookies einverstanden sind.
Weitere Informationen