(11. Februar 2019) Es gibt ein gutes Gleichnis über den Unterschied zwischen Himmel und die Hölle: Demnach gibt es in der Hölle einen großen Tisch voller Essen, aber alle Leute am Tisch müssen hungern. Der Grund: Ihr Besteck ist so lang, dass das Essen herunterfällt, bevor sie es in ihren Mund bekommen.

 

Malecki Florian StorageCraftIm Himmel gibt es den gleichen Tisch und das gleiche Besteck. Aber hier muss niemand hungern, denn die Menschen füttern sich mit dem überdimensionierten Besteck gegenseitig. Das ist es, was man im Himmel unter Gemeinschaft und Teilen versteht.

Diese Metapher lässt sich wunderbar auf den Umgang mit Daten übertragen, denn auch hier kann es verheerende Folgen für ein Unternehmen haben, wenn Daten isoliert verwaltet werden. Dazu muss man nur einen IT-Manager nach der besten Beschreibung für ältere Dateninfrastrukturen fragen - vermutlich wird er sagen: „Es ist die Hölle".

Auch wenn man sie nicht als „göttlich” bezeichnen kann, so gibt es doch technologische Innovationen, die dieses Problem minimieren können. Sie brechen Datensilos auf und führen das Management und den Schutz von Daten in einer zentralen Umgebung zusammen – idealerweise auf Basis einer skalierbaren Speicherlösung. Das Ergebnis: Eine intelligente Umgebung, die es „versteht”, welche Daten wann und wo verwendet, wann und wo geschützt und welche Daten im Notfall zuerst wiederhergestellt werden müssen – ganz im Sinne von Teilen und Gemeinschaft, um an das Gleichnis anzuknüpfen.

Systemanbieter versus zentrale Plattform
Warum aber gehen noch immer viele Unternehmen so mit ihren Daten um, wie man es vor mehreren Jahrzehnten gemacht hat? Einen großen Anteil der Schuld tragen die großen Hersteller von Speicherlösungen. Sie ziehen Vorteile aus isolierten Inseln, nicht zwingend jedoch der Anwender. Diese Firmen verzeichnen seit vielen Jahren ein enormes Wachstum, weil sie IT-Verantwortliche in Unternehmen dazu ermutigen, ihre Rechenzentren in Form von Silos zu konzipieren. Als Folge davon existieren heute Silos für Primärdaten, Silos für Sekundärdaten, Silos für Software und Silos für Anwendungen zur Datensicherung – um nur einige zu nennen.
Große Anbieter haben früh erkannt, dass sie durch Segmentierung der Kundenrechenzentren ein Milliardengeschäft machen können. Herstellerabhängigkeit und die Trennung von Technologien liegt im Interesse der Systemanbieter.

Bis heute waren diese Firmen sehr erfolgreich mit ihrer Strategie. Sie haben es kultiviert, verschiedene Einkaufsgruppen innerhalb der Unternehmen anzusprechen. Gleichzeitig haben sie jede einzelne Zielgruppe davon überzeugt, dass deren Bedürfnisse einzigartig und mit denen anderer Gruppen unvereinbar sind. Solange Systemanbieter mit diesem Ansatz Erfolg haben, können sie jedem einzelnen Kundenkreis eine hochpreisige Lösung verkaufen. Kurz gesagt, die Datensilos entsprechen dem ureigensten Interesse der Anbieter und deshalb gibt es sie nach wie vor.

Im Spannungsfeld zwischen Flexibilität und DSGVO
Aber wie groß ist das Problem? Die Aberdeen Group stellte fest, dass nur 15 Prozent derjenigen, die in Unternehmen mit Datensilos arbeiten, mit ihrem Datenzugriff zufrieden sind. Stattdessen sind sie frustriert, weil sie nicht in der Lage sind, Informationen, die anderswo gespeichert sind, in ihre eigenen Analysen einzubeziehen.

Die Untersuchung hat auch gezeigt, dass Unternehmen, die ihre Daten in Silos verwalten, nur in 55 Prozent der Fälle ihren Anwendern Informationen zeitnah zur Verfügung stellen können. Die Folge: Diese Unternehmen können nicht mehr mit Wettbewerbern mithalten, die ihre Daten besser verwalten. Sie können auch Marktchancen nicht nutzen, weil sie diese gar nicht erst erkennen. In starkem Gegensatz dazu steht ein weiteres Ergebnis der Studie. Demnach können 72 Prozent der Unternehmen, die keine Silo-Struktur haben, jederzeit auf aktuelle Informationen zugreifen und diese auch nutzen.

Eine einheitliche, umfassende Datenmanagement-Infrastruktur ist heute dringlicher als je zuvor, denn alle Unternehmen – unabhängig von ihrer Größe - ersticken geradezu an Datenmassen, die sie verwalten und schützen müssen. Nicht zuletzt wurde diese Problematik durch die Einführung der DSGVO im letzten Jahr noch verschärft.

Darüber hinaus sollten Unternehmen jederzeit in der Lage sei, ihre Daten auch zuverlässig und sicher mit mobilen Geräten zu bearbeiten. Und selbst wenn es ein Netzwerkproblem geben sollte oder Daten gelöscht würden, soll eine schnelle Datenwiederherstellung möglich sein. Das ganze am besten, ohne sich Gedanken darüber machen zu müssen, ob sie über das richtige Backup oder das richtige Setup für den sekundären Speicher verfügen. Unternehmen benötigen eine Dateninfrastruktur, die es ihnen ermöglicht, alles einfach zu verwalten.

Reibungsloser Datenfluss
Kann die Herausforderung noch größer werden? Ja, denn während die Arbeit zunimmt, werden die IT-Teams immer kleiner. Gleichzeitig sollen sie aber auch intelligenter und effektiver arbeiten. Das ist ein Problem, denn inzwischen verarbeitet ein durchschnittliches Unternehmen 100-mal mehr Daten als noch vor 20 Jahren. Kein Wunder, dass sich so viele IT-Verantwortliche in der Hölle der Datenverwaltung wiederfinden.

Doch es gibt Hoffnung. Inzwischen fordern neue Akteure und Konzepte die Datensilowelt der großen Systemanbieter heraus: Moderne Datenmanagement- und Schutzsysteme erfüllen nicht nur die Anforderungen der Unternehmen. Sie brechen auch mit der alten Struktur der Datensilos. Der Erfolg liegt in der Rationalisierung der Datenmanagement-Infrastruktur, also der Beseitigung von Datensilos. Unternehmen haben heute nicht mehr die Zeit, Ressourcen oder Bandbreite, um ihre Daten auf Basis voneinander getrennter Plattformen zu verwalten. Die Zukunft liegt in der Zusammenführung der Systeme. Nur so kann eine effiziente, kostengünstige, einfach zu bedienende und stufenlos skalierbare Infrastruktur erreicht werden. IT Anwender benötigen ein System, das sich selbst schützt und Daten intelligent analysiert, um auf die sich ändernden Bedürfnisse des Unternehmens reagieren zu können.

Der reibungslose Datenfluss ist der Schlüssel zur Transformation von Unternehmen: Daten sind heute die Basis aller Unternehmensentscheidungen. Nur wenn Daten reibungslos fließen, kann sich ein Unternehmen in der nahezu vollständig digitalisierten Geschäftswelt erfolgreich behaupten. Es ist höchste Zeit, Datensilos und Hindernisse zu beseitigen. Je schneller und effektiver der Zugriff auf die Daten ist, umso sicherer und schneller können geschäftsrelevante und erfolgskritische Entscheidungen getroffen werden. Dieser Schritt ist sicherlich nicht das himmlische Mahl, aber er wird definitiv das Leben irdischer Unternehmen verbessern.

Autor: Florian Malecki (Bild), International Product Marketing Director, StorageCraft

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