(16. Mai 2019) Dank Digitaler Transformation können Procurement Organisationen mehr Aufgaben schneller und besser mit weniger Aufwand erledigen.

Schreiner Wilhelm The Hackett Group

Das ist eines der Ergebnisse der aktuell veröffentlichten Studie der Hackett Group, die unter dem Titel “2019 CPO Agenda: Building Next-Generation Capabilities” untersucht, welche Erwartungen Procurement Executives im laufenden Geschäftsjahr an ihr Ressort haben und wo sie Herausforderungen und Probleme verorten.

Andererseits aber sehen die Führungskräfte der in der Studie über 150 untersuchten internationalen Großunternehmen mit einem jährlichen Mindestumsatz von einer Mrd. US-Dollar – davon ein gutes Drittel europäische Unternehmen und zahlreiche DAX-Unternehmen – in fünf Bereichen erheblichen Verbesserungs- und Nachholbedarf:

• Smart Analytics
• Talent Management gemäß Geschäftsentwicklungen und –Anforderungen
• Optimierung des Supplier Relationship Management (SRM)
• Steigerung der Agilität und
• Kundenfokussierung.

Schon heute, so die Hackett-Studie, sind die Erwartungen an die Digitalisierung hoch. Bis zu 40 Prozent der Befragten sehen bereits positive Auswirkungen in Hinblick auf Leistungssteigerung, Optimierung der Service Delivery sowie die Änderung der Rollen und Kompetenzen im Beschaffungsbereich.

Zudem wird erwartet, dass die Einführungsrate digitaler Technologien über die nächsten zwei bis drei Jahre dramatisch ansteigen wird. : Die Einführungsraten von RPA und moderner Analysetools werden nach diesen Erwartungen um ca. 100% steigen.

Darüber hinaus werden Procurement Organisationen stark in Cloud-basierte Geschäftsanwen-dungen und Data Management Technologien investieren: Die Einführungsrate wird bei Data Visualization um 24 Prozent wachsen, bei Master Data Management um 57 und bei Advanced Analytics um 60 Prozent; Analytics zur Optimierung der Kosten und Investitionen in Dashboards, also die Bereitstellung von Kennzahlen, steigen um 61 Prozent.

Die Procurement Budgets werden 2019 nur um 1,3 Prozent erhöht (Vorjahr: 2,7 Prozent). Auch das Beschaffungspersonal, das 2018 noch ein Wachstum von 2,8 Prozent aufwies, wächst im laufenden Geschäftsjahr nur noch mit 0,9 Prozent Wachstum bei einem Umsatzwachstum von durchschnittlich 5,7 Prozent. Ausgeglichen wir diese Diskrepanz zwischen Produktivität und der Leistungsfähigkeit der Beschaffungsorganisationen durch die Effizienzsteigerung aus der Digitalisierung von Prozessen und Systemen.

Diese Erwartungen könnten allerdings zu optimistisch sein, zumindest bei den Unternehmen mit Transformationsstau in den Bereichen Talentförderung, Personalentwicklung, bei SRM und Kundenfokussierung an. Bis zu einem Drittel der untersuchten Unternehmen sind in diesen Bereichen noch nicht auf dem Weg bzw. unterinvestiert.

Wilhelm Schreiner (Bild), Head of Supply Chain & Procurement Europe bei der Hackett Group, schätzt den momentanen Status der digitalen Transformation denn auch realistisch ein: „Zwar investiert Procurement stark in die Digitalisierung und sieht bereits erhebliche Wirkung. Andererseits aber gibt es sehr kritische Bereiche, in denen der Mangel an Fähigkeiten und die Bereitschaft zu Verbesserungen beunruhigend ist. Beschaffung muss klare und effektive Pläne entwickeln, welche strategischen Initiativen sie realisieren will für die Bereiche Analytics, Kundenfokussierung, Agilität und Talentförderung, um diese Ziele zu erreichen.“

Die komplette Studie kann unter dem Link http://go.poweredbyhackett.com/keyissuespro1902sm nach Registrierung kostenfrei bezogen werden.

www.thehackettgroup.com

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