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AKTUELLE INFO IN EIGENER SACHE
Wegen eines Krankenhaus- bzw. Reha-Aufenthalts unseres Chefredakteurs werden die Chefbüro-Ausgaben 2 und 3 zusammengelegt und erscheinen als gemeinsame "Sommer-special-Ausgabe" neu am 26. Juli 2019. Inhaltliche Details: Siehe Termin- und Themenplan in den Mediadaten 2019.
Wir bitten um Ihr Verständnis. Danke.

Hier unsere aktuellen News:

(8. Januar 2016) Smartphones, digitale Soziale Netzwerke, kommerzielle Rabattsysteme und Cloud-Anwendungen führen zur verstärkten Preisgabe personenbezogener Informationen. Diese werden teils ohne das Wissen der Bürger von multinationalen Konzernen gesammelt, gespeichert, ausgewertet und verwertet. Die Nutzer können in diesem komplexen Szenario den Schutz ihrer Daten nur schwer durchsetzen und ihre digitale Souveränität behalten. Unter Federführung des KIT entwickeln Forscher nun die Software-Anwendung AVARE, die es ermöglichen soll, die Preisgabe personenbezogener Daten zu verhindern beziehungsweise zu kontrollieren – und das parallel auf verschiedensten Endgeräten vom Smartphone über den PC bis hin zum PKW und Smart-TV.

AVARE, das steht für "Anwendung zur Verteilung und Auswahl rechtskonformer Datenschutzeinstellungen". "Ziel des Projekts ist es, die Bürgerinnen und Bürger beim Schutz ihrer personenbezogenen Daten durch eine innovative und nutzerfreundliche Software-Anwendung zu unterstützen", sagt Projektkoordinatorin Dr. Stefanie Betz vom Institut für Angewandte Informatik und Formale Beschreibungsverfahren (AIFB) am KIT. "Die AVARE-Software soll es den Nutzern ermöglichen, ihre datenschutztechnischen Präferenzen zentral zu bestimmen und global anzuwenden. Dabei sollen die Präferenzen nach dem Eintragen an einer zentralen Stelle auf verschiedene eigene Endgeräte – etwa Smartphone, Tablet, PC, Fahrzeug oder Smart-TV sowie für verschiedene eigene Dienste wie zum Beispiel Facebook oder XING übernommen und durch technische Maßnahmen umgesetzt werden. Ein technisches Mittel zur Umsetzung des Datenschutzprofils ist zum Beispiel das Unterbinden von Zugriffen auf Datenbestände (wie z. B. Adressbuch) oder Sensoren."


Sobald die auf dem Profil eingetragenen Nutzerpräferenzen im Widerspruch zu den gewünschten Diensten stehen, soll die AVARE-Software den Nutzer darauf hinweisen. Gleiches gilt, wenn Anbieter ihre Angebote technisch oder rechtlich – etwa durch neue Datenschutzrichtlinien – verändern. "Auf diese Weise werden die Systeme – bezogen auf deren Umgang mit personenbezogenen Daten – transparent und steuerbar, sodass auch das Vertrauen der Nutzer in die Systeme steigt", sagt Prof. Dr. Andreas Oberweis, Direktor und Vorstand am FZI. "Die digitale Souveränität für Bürger ist bei AVARE unser oberstes Ziel."

http://www.kit.edu

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