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(21. Februar 2012)  Fast allen Unternehmen sind agile IT-Landschaften wichtig, die schnell auf veränderte Marktgegebenheiten reagieren können. Im Durchschnitt sind schnell wachsende bzw. hoch profitable Unternehmen aber schneller in der Anpassung als andere Unternehmen.

„Agilität bedeutet, nicht nur frühzeitig zu erkennen, welche IT-Unterstützung das Unternehmen benötigt oder der Markt erfordert. Vielmehr geht es auch darum, die erkannten Anforderungen schnell umzusetzen“, so Dr. Cristian Wieland, Head of Analytics bei RAAD Research und zuständiger Analyst der Studie „Fast growing, high profit companies – IT-Strategien erfolgreicher Unternehmen“, die im Frühjahr 2011 in Zusammenarbeit mit der SAP, der MT AG und weiteren Partnern entstanden ist.

Langwierige IT-Projekte lähmen IT und Unternehmen und verhindern schnelle Innovation. Kann der Wettbewerb auch IT-seitig schneller auf Marktveränderungen reagieren, so kann sich hierüber ein Vorteil erarbeitet werden. Eine agile und flexibel reagierende IT-Organisation kann heute somit einen entscheidenden Unterschied im Wettbewerb ausmachen. Im Wettbewerb der Telekomunkkationsanbieter entscheiden beispielsweise Reaktionszeiten von wenigen Tagen und Wochen über den Markterfolg neuer Services. Die RAAD-Studie „Fast growing, high profit companies – IT-Strategien erfolgreicher Unternehmen“ zeigt, dass Agilität und Flexibilität branchen- und größenübergreifend besonders wichtige Themen für die Unternehmen sind. Hierbei spielt es keine Rolle, ob es sich dabei um High-, Mid- oder Low-Performer handelt. Low-Performer geben dies sogar noch häufiger als wichtig oder sehr wichtig an.

In der eigenen Einschätzung gibt es keine Unterschiede bezüglich der Reaktionsfähigkeit der eigenen IT am Markt. Die Antworten belegen allerdings, dass viele Unternehmen in Sachen IT-Agilität noch Hausaufgaben zu erledigen haben, da die Zufriedenheitswerte der Unternehmen häufig nicht mit der hohen Priorität der IT-Agilität übereinstimmen. Die Antworten zeigen aber auch, dass die Reaktionsfähigkeit von den meisten Unternehmen selbstreferenzierend als schnell genug erachtet wird.

Diese Selbsteinschätzung hat allerdings nichts mit einer objektiv messbaren Agilität zu tun. Deshalb wurde im Rahmen der Befragung auch nach Projektlaufzeiten gefragt. Hier zeigt sich deutlich, dass High-Performer deutliche Vorteile gegenüber Low-Performer haben. Sowohl beim Vergleich der kürzesten Projektlaufzeiten in den jeweiligen Unternehmen, bei denen High-Performer im Schnitt einen Tag schneller sind, als auch bei den maximalen Projektlaufzeiten, wo High-Performer im Schnitt 43 Tage schneller in der Umsetzung sind. Dies liegt zu großen Teilen auch daran, dass High-Performer gerade im Bereich der Großunternehmen deutlich häufiger moderne SOA-Softwareinfrastrukturen einsetzen als Low-Performer, wie die Studie ergab.

Dr. Cristian Wieland empfiehlt deshalb: „Werden Sie im Hinblick auf Ihre Agilität und Flexibilität nicht selbstgefällig und unterziehen Sie sich regelmäßigen Vergleichen.“ Im Hinblick auf den weiter zunehmenden Wettbewerbsdruck durch den wirtschaftlichen Aufschwung der BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika) sind vor allem produktorientierte Unternehmen dazu gezwungen sich deutlicher zu differenzieren, was in der Regel durch zusätzliche wertsteigernde Dienstleistungen passiert. Die Innovationszyklen bei Dienstleistungen sind deutlich kürzer, als bei langwierigen Produktentwicklungen, was wiederum flexiblere Applikationslandschaften erfordert. Dr. Cristian Wieland folgert daraus, „dass dem Management von Unternehmen klar sein sollte, dass ein Sparen an einer flexiblen IT- und Softwareinfrastruktur ein Sparen am verkehrten Ende ist.“

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