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Die neue Chefbüro-Ausgabe:

Was das Management heterogener IT-Landschaften mit Recruiting zu tun hat
„Nicht ohne meinen Mac“

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Nähern wir uns dem Thema IT einmal auf eine ganz andere Weise und betrachten wir sie aus dem Blickwinkel von Personalverantwortlichen. Fakt ist, dass sich die Arbeitsmarktsituation in Deutschland immer mehr zu einem Bewerbermarkt entwickelt - sprich der Bedarf an qualifizierten Mitarbeitern ist größer als das Angebot. Infolge dessen können viele Bewerber heutzutage zwischen verschiedenen Jobangeboten wählen. Das wiederum zwingt die Unternehmen dazu, sich im sogenannten „War for Talents“ möglichst gut zu verkaufen.  
Von Jochen Jaser

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Was macht eigentlich Gerhard Klaes?
Mittwoch, den 03. September 2008 um 00:00 Uhr
klaes-08-2007-webHerr Klaes, die diesjährige DMS EXPO steht unmittelbar bevor. Sie sind der Gründer der DMS  und waren viele Jahre der Veranstalter.
Wie geht es Ihnen heute und haben Sie den Schritt, sich von der DMS zu trennen, je bedauert?

Meiner Frau und mir geht es recht gut. Die Frage, ob wir den Schritt, und von der DMS zu trennen, bedauern, ist so eigentlich nicht zu beantworten. Als 1999 die DMS eine Größe erreicht hatte, die wir als Zwei-Mann-(oder besser Mann-und-Frau-)Unternehmen aufgebaut hatten, waren wir froh, in Advanstar einen starken Partner gefunden hatten, der uns einen großen Teil der finanziellen Verantwortung abgenommen hatte. Auch waren wir ja in den zwei Folgejahren noch immer „im Geschäft“. Dass dann Advanstar ein neues Management versuchte zu etablieren und wir die DMS nur noch als Zuschauer erleben durften, war schon hart. Von jetzt auf gleich nichts mehr mitgestalten zu dürfen, war wie die Einfahrt in einen Tunnel. Hinzu kam, dass in dieser Zeit auch der gesamte Markt nach dem 11. September 2001 ins Taumeln geriet. Im Nachhinein muss ich sagen: Hätten sich Holger Glang und Jörg Schmale in dieser Zeit nicht so engagiert für die DMS eingesetzt, wer weiß, ob es sie heute noch gäbe. Heute freue ich mich, dass es der DMS nach dem Wechsel nach Köln Jahr für Jahr besser geht. Um ihre erfolgreiche Zukunft ist mir nicht bange.

Wenn Sie heute so über diese Jahre reflektieren, welche Personen oder Ereignisse sind Ihnen in besonderer Erinnerung geblieben?

Wenn auch der Kontakt zu den meisten Ausstellern und VOI-Verantwortlichen nicht mehr so ist wie zu Messezeiten, gibt es doch ein paar Menschen, die ich in den DMS-Jahren schätzen gelernt habe und zu denen ich noch, wenn auch sporadisch, Kontakt habe. Mit Dr. Klaus Engelhardt, Karl-Heinz Klönne, Dr. Hartmut Storp sowie Sven und Nicole Körber von good news! ist der Kontakt nie ganz abgerissen. Gefreut hat es mich für Jürgen Brintrup, dass er trotz großer Probleme wieder im Geschäft ist. Ihn habe ich als absolut zuverlässig und fair kennengelernt.

Verfolgen Sie die Berichterstattung zur Messe und zu diesem Markt?

Natürlich verfolge ich die Entwicklung der DMS – so ganz loslassen kann ich dann doch nicht. Wie schon vor Jahren verändert sich der Markt mehr oder weniger konstant, ist aber immer noch so dynamisch, wie er sich in den Anfangsjahren gezeigt hat. Was mich persönlich wundert, ist, dass viele kleine und mittlere Unternehmen immer noch nicht die Bedeutung von DMS erkannt bzw. umgesetzt haben.

Was machen Sie heute beruflich oder privat?

„Back to roots“ könnte ich sagen. Was eigentlich bei mir mit dem Verlag von Büchern Anfang der 80er Jahre begonnen hat, findet jetzt seine Fortsetzung. Seit dem Ende des Wettbewerbsverbotes Ende 2003 befassen wir – wiederum meine Frau und ich – uns mit antiquarischen Büchern. Schwerpunkte sind die Bereiche Geschichte, Zeitgeschichte und die Natur- und Geisteswissenschaften. Und ganz ehrlich? Das ist mehr als spannend. Zu recherchieren, welchen Weg die Bücher des 17. und 18. Jahrhunderts genommen haben, welche Eigentümer die Bücher hatten oder durch welche Hände sie gegangen sind, welche Kriege sie mehr oder weniger unversehrt überstanden haben, das ist wirklich interessant. Und irgendwie schließt sich dann der Kreis zum „Dokumenten-Management“ wieder, denn gelegentlich werden diese einzigartigen alten Folianten digitalisiert, um einer breiten Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht zu werden.

Welche Hobbies haben Sie?

Ganz klar: Die alten Bücher sind nicht nur „Geschäft“ sondern auch Hobby. Es fällt manchmal schwer, sich von dem einen oder anderen Buch zu trennen. Für mich privat sind vor allem historische Bücher aus Asien, speziell China und Japan, interessant, besonders Reisebeschreibungen aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Aber auch für die anderen Hobbys, wie die Pflege der Bonsais und der Kois bleibt noch Zeit, ebenso wie für unseren Hund „Timba“, einem japanischen Akita, der als Zuchtrüde Jugendchampion wurde.

Mit wem möchten Sie einmal ein ganz persönliches Gespräch führen?

Ein ganz persönliches Gespräch würde ich gerne mit Rupert Lay führen – oder noch besser: Eine Gesprächsrunde mit Rupert Lay, Matthias Horx und John Naisbitt, vielleicht über das Thema: „Ist die Zukunft das, was sie einmal war?“

Wie lautet Ihr Lebensmotto?

Von Heraklit „panta rhei“ (Alles fließt).

Welchen Traum / welche Hoffnungen haben Sie?

Ich halte es mit Peter Bamm: „Aus den Träumen des Frühlings wird im Herbst Marmelade gemacht.“


Das Interview führte chefbuero-online Redakteur  Sven Körber mit Gerhard Klaes.

 

 

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