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Kaum planerischer oder strategischer Einsatz von BI-Lösungen im Mittelstand |
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Geschrieben von: Edgars Kalejs
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Dienstag, den 18. Mai 2010 um 03:52 Uhr |
Mittelständische Unternehmen nutzen Business Intelligence-Lösungen (BI) vornehmlich in den Finanzbereichen für Controlling und die Erstellung von Berichten für Management und Geschäftsführung. Andere Unternehmensbereiche dagegen setzen kaum professionelle Lösungen zur Unternehmenssteuerung ein.
Mehr als die Hälfte der Befragten gibt aber an, dass sie zukünftig den Einsatz von BI-Lösungen auch in den Bereichen Risikomanagement und Management Dashboard anstreben. In 87 Prozent aller Projekte werden außerdem externe Berater eingebunden. Dies sind die zentralen Ergebnisse einer umfangreichen Untersuchung zum Einsatz von BI-Lösungen, durchgeführt von der Technischen Universität Chemnitz und conunit, Beratungsspezialist für Unternehmensteuerung und Business Intelligence, unterstützt von IBM.
Die an der Studie teilnehmenden Unternehmen wiesen meist einem Jahresumsatz zwischen 100 Millionen und 1 Milliarde Euro aus. Allgemein lässt sich erkennen, dass der Aufbau von BI-Know-how ein aktuelles Thema darstellt: Über 90 Prozent der Befragten geben an, dass eine Umsetzung bereits erfolgte, entsprechende Initiativen laufen oder diesem Thema zumindest eine erhöhte Aufmerksamkeit geschenkt wird.
„Business Intelligence hat insgesamt im Mittelstand noch Potential. Während die zugehörigen Technologien vor allem in Großunternehmen fast flächendeckend genutzt werden, scheuen sich kleinere Unternehmen vor vermeintlich hohen Investitionen und unsicherem Nutzen. Hier setzt die Studie an, um durch die Erhebung eines aktuellen Status Quo des BI-Einsatzes Transparenz zu schaffen und vorhandene Hindernisse aufzudecken, damit diese perspektivisch abgebaut werden können“, so Professor Peter Gluchowski, Professor für Systementwicklung/Technische Anwendungssysteme an der Technische Universität Chemnitz.
Bei der Auswahl von BI-Tools spielen vor allem die funktionalen Anforderungen des Fachbereichs und strategische Aspekte eine wesentliche Rolle. Zum Einsatz kommen die verschiedensten BI-Software Werkzeuge; rund die Hälfte aller Befragten Mittelständler setzen MS Excel mit (44,9 Prozent) oder ohne Zusatzsoftware (56,5 Prozent) ein. Die Ergebnisse zeigen weiterhin, dass IBM Cognos und SAP in Deutschland eine führende Stellung bei Business Intelligence Anwendungen einnehmen.
Die Studie zeigt sehr deutlich die Heterogenität der Datenquellen für BI-Systeme auf; denn gerade mal ein Fünftel aller BI-Anwendungen basieren auf einer einheitlichen Datenbank. Hier können die Ursache für die häufig genannten Kritikpunkte an BI-Systemen liegen, nämlich Datenintegrationsprobleme und fehlende Kennzahlendefinitionen.
Weitere Stolpersteine bei der Einführung sind mangelnde Technologiekenntnisse, BI-Erfahrung und Produktkenntnisse der externen Berater, die in 87 Prozent aller Projekte eingesetzt werden. Den größten Nutzen von BI-Lösungen sehen die Anwender in einer schnelleren Berichtsverfügbarkeit, qualitativ besseren Berichten und einem einfacheren Informationszugang.
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